Rockefellers erste Reise im Juni und Juli 1961 führte ihn an die östliche Südküste, mit Besuchen in Siedlungen wie Omandesep, Otjanep und Biwar-Laut. Während dieser Tour entwickelte er eine tiefe Faszination für die Kunst und Kultur der Asmat.
Seine zweite Expedition im selben Jahr war deutlich ambitionierter. Sie führte tief in die Urwälder des westlichen Asmat, in Regionen, in denen die Menschen damals möglicherweise noch nie das Geräusch eines Bootsmotors gehört hatten. Entlang der Flussoberläufe wurde noch aktiv Kopfjagd betrieben. Nach damaligen Maßstäben war dies eine hoch riskante Unternehmung. Genau diese zweite Expedition wollen wir nachreisen. Nicht nur aufgrund ihrer historischen Bedeutung, sondern auch, weil sie in eine der letzten verbliebenen weißen Flecken auf der Landkarte führte, zu einer Zeit, als der Großteil der Welt bereits erforscht war.
DAMALS UND HEUTE
Heute hat sich vieles verändert, aber nicht alles. Entlang der Flüsse haben Motorboote und Handelswaren längst Einzug gehalten, selbst in Siedlungen, die mehrere Tagesreisen von der Küste entfernt liegen. Kleine Läden, betrieben von Migranten aus anderen Teilen Indonesiens, sind inzwischen weit verbreitet. Sobald man die Dörfer jedoch hinter sich lässt, ändert sich wenig. Die weit verzweigten Flusssysteme, der dichte Regenwald und die Dimensionen der Landschaft sind bis heute so geblieben wie zu Rockefellers Zeit. Auch das traditionelle Leben der Asmat besteht fort. Zeremonielle Häuser, Rituale und künstlerische Traditionen werden weiterhin aktiv gepflegt und erfordern oft einen erheblichen gemeinschaftlichen Aufwand.
SCHWERPUNKT DER EXPEDITION
Rockefeller war tief beeindruckt von der künstlerischen Schaffenskraft der Asmat. Die fremdartigen Objekte, ob meterhohe Ahnenpfähle, Kriegsschilde oder Alltagsgegenstände wie Paddel, Waffen und Behältnisse, zogen ihn in ihren Bann. Es ist bekannt, dass bereits sein Vater, Nelson Rockefeller, ein leidenschaftlicher Sammler sogenannter „primitiver Kunst“ war und dafür ein Museum in New York aufgebaut hatte. Es liegt nahe, dass der Sohn ihn mit diesen eindrucksvollen Kulturobjekten aus dem fernen Neuguinea überraschen und die Sammlung wesentlich erweitern wollte. Die Möglichkeiten dazu hatte er, sowohl finanziell als auch durch seine Kontakte zur damaligen niederländischen Verwaltung.
Auch auf unserer Reise wird die Suche nach traditionellem Kunsthandwerk und überlieferten Bräuchen eine wichtige Rolle spielen. In den abgelegenen, küstenfernen Regionen im Westen sind insbesondere Kultfeste mit menschengroßen Maskenkostümen, den sogenannten Doroe, sowie Zeremonialfiguren, den sogenannten Jiwawoka, bis heute von großer Bedeutung. Jeder Fluss hat seine eigenen Maskenformen, und die handwerkliche Qualität dieser Arbeiten ist außergewöhnlich. Gleiches gilt für Schilde und Ahnenpfähle, bei denen die einzelnen Regionen jeweils eigene Ausdrucksformen entwickelt haben.
ERWERB UND VERSAND VON KUNSTHANDWERK
Dr. Weiglein sammelt seit über 40 Jahren ethnologische Objekte und Artefakte aus Papua und hat in Gelnhausen sein eigenes Papua-Museum eröffnet. Er gilt als einer der führenden Experten für Asmat-Kultur und materielles Erbe. Die Website des Museums finden Sie hier: Papua Museum
Teilnehmer, die größere Mengen an Kunsthandwerk oder großformatige Objekte erwerben möchten, können auf unser Netzwerk und unsere Erfahrung zurückgreifen. Wir unterstützen bei der Organisation und Abwicklung des komplexen Versands. Neben der Expedition selbst ergibt sich daraus eine besondere Gelegenheit für ernsthaft interessierte Sammler ethnologischer Kunst.