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Tauchen in Raja Ampat
Beste Reisezeit, die schönsten Tauchplätze & weitere Tipps.
Text und Fotos von Laura Sakalian – Raja-Ampat-Reisespezialistin und Expertin für renommierte Indonesien-Reiseführer
Raja Ampat bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an Tauchmöglichkeiten – von ruhigen Korallengärten bis zu anspruchsvolleren Riffen mit stärkeren Strömungen. Die Bedingungen unterscheiden sich je nachdem, ob man im Norden, im Zentrum oder im Süden taucht. Deshalb spielen die richtige Reisezeit und die Wahl der Route eine wichtige Rolle.
In diesem Guide erklären wir, wann die beste Zeit zum Tauchen in Raja Ampat ist, wie viel Taucherfahrung sinnvoll ist, welche Regionen sich besonders lohnen und worauf man bei der Reiseplanung achten sollte.
WANN IST DIE BESTE ZEIT ZUM TAUCHEN IN RAJA AMPAT ?
Für die beste Reisezeit sind vor allem zwei Faktoren entscheidend: das Wetter und die Operating Schedules der Liveaboards und Tauchresorts.
Wetter und Bedingungen auf See
Die beste Zeit für eine Tauchsafari in Raja Ampat ist in der Regel von November bis April. Da Raja Ampat knapp südlich des Äquators liegt, kann es zwar das ganze Jahr über regnen. In diesen Monaten sind die Schauer jedoch meist kürzer und werden häufig von längeren sonnigen Phasen abgelöst.
Die Bedingungen können sich innerhalb des Archipels deutlich unterscheiden. Der Süden von Raja Ampat, insbesondere Misool, ist stärker saisonalen Winden und wechselnden Seebedingungen ausgesetzt. Deshalb werden Tauchreisen dorthin meist nur von etwa November bis April oder Mai angeboten.
Die zentralen und nördlichen Teile von Raja Ampat können dagegen auch außerhalb der Hauptsaison besucht werden, besonders wenn man in einem Tauchresort übernachtet und nicht mit einem Liveaboard unterwegs ist.
Saison der Liveaboards
Ebenso wichtig ist, wo das gewählte Liveaboard zur gewünschten Reisezeit unterwegs ist In Indonesien wechseln die meisten Schiffe je nach Saison zwischen verschiedenen Regionen. Typischerweise verbringen sie die Monate von November bis April in Raja Ampat, von Juni bis September in Komodo und die Übergangsmonate auf den Molukken. Nur wenige Liveaboards bleiben das ganze Jahr über in Raja Ampat.
Wenn Raja Ampat das Hauptziel der Reise ist, sind November bis April daher die beste Zeit für eine Liveaboard-Tour, besonders wenn auch der Süden des Archipels erkundet werden soll. Wer außerhalb dieser Zeit reist, findet in einem Tauchresort oft eine gute Alternative mit größerer zeitlicher Flexibilität. Einige Resorts schließen allerdings jedes Jahr für kurze Zeit wegen Wartungsarbeiten.
WASSERTEMPERATUR, NEOPRENANZUG & SICHTWEITE
Das Wasser in Raja Ampat ist das ganze Jahr über warm und liegt meist bei etwa 28–30 °C. Für die meisten Taucher ist ein 3-mm-Neoprenanzug angenehm. Wer schnell friert, besonders bei mehreren Tauchgängen am Tag, ist mit einem 5-mm-Anzug möglicherweise besser beraten. Zum Schnorcheln reicht in der Regel ein 2–3-mm-Shorty oder ein langärmeliger Anzug, der auch Schutz vor der Sonne bietet.
Die Sichtweite kann ausgezeichnet sein und erreicht häufig 20–30 Meter oder mehr. Sie hängt jedoch vom jeweiligen Tauchplatz, den Gezeiten, dem Wetter und der Menge an Plankton im Wasser ab. nteressanterweise kann die Sicht gerade in besonders fischreichen Gebieten etwas geringer sein, da nährstoffreiches Wasser eine große Vielfalt an Fischen und anderen Meerestieren anzieht.
Bei tieferen Tauchgängen kann man gelegentlich auch auf Thermoklinen treffen, diese sind jedoch meist nur von kurzer Dauer.
LIVEABOARD ODER TAUCHRESORT ?
Beide Varianten haben ihre Vorteile. Welche besser passt, hängt vor allem davon ab, was man von der Reise erwartet.
Als einfache Orientierung:
- Liveaboard: ideal, wenn man eine größere Region erkunden und auch abgelegenere Tauchplätze erreichen möchte.
- Tauchresort: die bessere Wahl, wenn flexible Reisedaten und der Komfort einer Unterkunft an Land wichtiger sind.
WIE VIEL TAUCHERFAHRUNG BRAUCHT MAN ?
Raja Ampat bietet eine große Vielfalt an Tauchplätzen – von ruhigen, geschützten Spots bis hin zu Tauchplätzen mit stärkeren Strömungen und anspruchsvolleren Bedingungen. Egal, ob man bereits viel Taucherfahrung hat oder noch relativ neu dabei ist: In der Regel findet man passende Tauchplätze für das eigene Niveau.
Wer an einer Liveaboard-Tour teilnimmt, benötigt jedoch häufig ein Advanced-Open-Water-Brevet und mindestens 30 geloggte Tauchgänge. Diese Vorgabe ist bei vielen Liveaboards üblich. Sie soll vor allem sicherstellen, dass alle Teilnehmer mit den Bedingungen gut zurechtkommen und die Tauchgänge für die gesamte Gruppe reibungslos durchgeführt werden können.
Einige Schiffe akzeptieren auch Taucher mit weniger Erfahrung. Gegen Aufpreis kann zudem häufig ein privater Tauchguide organisiert werden, wenn man sich mit zusätzlicher Betreuung wohler fühlt.
Vor jedem Tauchgang beurteilt der Guide außerdem die aktuellen Bedingungen. Wenn ein bestimmter Tauchplatz für einen Taucher nicht geeignet erscheint, wird er darauf hinweisen und, wenn möglich, eine passendere Alternative vorschlagen.
TAUCH-HIGHLIGHTS NACH REGION
Aus unserer Erfahrung ist Zentral-Raja-Ampat für viele Besucher der beste Einstieg, besonders wenn sie zum ersten Mal in der Region tauchen. Hier gibt es eine sehr hohe Dichte an Tauchplätzen, viel Meeresleben und eine gute Auswahl für unterschiedliche Erfahrungsstufen.
Nord-Raja-Ampat ist besonders interessant für Taucher, die spektakuläre Unterwasserlandschaften und die Chance auf größere pelagische Arten suchen. Da die Region stärker dem offenen Ozean ausgesetzt ist und es weniger Inseln und Landmassen gibt, die Schutz vor Strömungen bieten, sind die Tauchbedingungen hier meist anspruchsvoller.
Süd-Raja-Ampat rund um Misool ist bekannt für farbenprächtige Weichkorallen, riesige Gorgonien und beeindruckende Kalksteinlandschaften. In der Region liegen außerdem große Meeresschutzgebiete, die dazu beigetragen haben, diese außergewöhnliche Unterwasserwelt zu bewahren.
Im Folgenden stellen wir einige der bekanntesten Tauchplätze Raja Ampats vor:
Zentral-Raja-Ampat: Die besten Tauchplätze
- Cape Kri – 10 bis 30 m
Cape Kri gehört zu den bekanntesten Tauchplätzen Raja Ampats und ist vor allem für seine enorme Vielfalt an Fischen und die riesigen Schwärme von Rifffischen bekannt. Auch Riffhaie und andere pelagische Arten werden hier regelmäßig gesichtet.
Der Tauchgang ist für fortgeschrittene bis erfahrene Taucher geeignet. Je nach Bedingungen können die Strömungen mäßig bis stark sein.
- Mioskon – 5 bis 20 m
Mioskon ist ein eher geschütztes Riff mit farbenfrohen Korallengärten, sandigen Hängen und viel Leben. Zu den möglichen Begegnungen gehören Schildkröten, Rifffische und Zwergseepferdchen.
Die Strömungen sind in der Regel schwach. Damit eignet sich Mioskon für Anfänger bis fortgeschrittene Taucher.
- Manta Ridge – 10 bis 25 m
Manta Ridge ist eine bekannte Putzerstation für Mantarochen. Sowohl Riffmantas als auch ozeanische Mantas ziehen hier regelmäßig ihre Kreise um die Korallenblöcke. Manchmal sind mehrere Tiere gleichzeitig zu sehen. Die Strömung kann allerdings recht stark sein. Mantarochen können eine Spannweite von bis zu 7,5 Metern erreichen und bis zu 1.500 Kilogramm wiegen.
Der Tauchplatz ist für fortgeschrittene Taucher geeignet. Bei mäßiger bis starker Strömung sind gute Tarierung und etwas Erfahrung mit Strömungstauchgängen empfehlenswert.
- Melissa’s Garden – 5 bis 18+ m
Melissa’s Garden ist einer der bekanntesten Korallengärten Raja Ampats. Der Tauchplatz wurde nach der Tochter eines der Pioniere des Tauchtourismus in Raja Ampat benannt und ist besonders für seine außergewöhnliche Vielfalt an Hartkorallen bekannt. Das Riff ist voller farbenfroher Korallenformationen und Rifffische. Gelegentlich sind auch Schildkröten und Riffhaie zu sehen.
Die Strömung ist meist schwach. Damit eignet sich Melissa’s Garden für Anfänger bis fortgeschrittene Taucher und ist ideal, um das Riff in Ruhe zu erkunden.
- Sardine Reef – 4 bis 28 m
Sardine Reef ist besonders für seine riesigen Schwärme aus Füsilieren, Schnappern, Sardinen und anderen Rifffischen bekannt. Riffhaie und weitere pelagische Arten sind häufig in der Nähe der Fischschwärme zu sehen. Bei guten Bedingungen ist dies ein besonders lebhafter und eindrucksvoller Tauchgang.
Sardine Reef ist für fortgeschrittene Taucher geeignet. Die Strömung ist meist mäßig, kann aber deutlich stärker werden. Gute Tarierung und etwas Erfahrung mit Strömungstauchgängen sind empfehlenswert.
Nord-Raja-Ampat: Die besten Tauchplätze
- Pelagic Rock –20 bis 35 m+
Pelagic Rock ist ein isolierter Unterwasserfelsen im offenen Meer, der starken Strömungen ausgesetzt ist. Diese ziehen zahlreiche pelagische Arten an, darunter Riesenmakrelen, Barrakudas und Riffhaie. Anders als bei vielen anderen Tauchplätzen Raja Ampats steht hier weniger die Korallenwelt als vielmehr die Aktivität der großen Fischschwärme im Vordergrund.
Der Tauchgang ist anspruchsvoll und eignet sich am besten für Advanced-Open-Water-Taucher, die Erfahrung mit stärkeren Strömungen und Drift Dives haben.
- Cathedral Rock – 12 bis 25 m
Cathedral Rock ist ein Unterwasserfelsen mit eindrucksvollen Bögen und Durchgängen. Rundherum findet sich eine große Vielfalt an Rifffischen, Weichkorallen und Fischschwärmen.
Der Tauchplatz ist für fortgeschrittene bis erfahrene Taucher geeignet. Gelegentlich treten Strömungen auf, weshalb eine gute Tarierung und etwas Erfahrung mit Strömungstauchgängen empfehlenswert sind.
- Magic Mushroom – 10 bis 25 m
Magic Mushroom verdankt seinen Namen einer ungewöhnlichen, pilzförmigen Riffformation. Rundherum liegen gesunde Korallengärten mit einer schönen Mischung aus Makroleben und Fischschwärmen. Das Wasser ist hier oft besonders klar, wodurch der Tauchgang sehr abwechslungsreich und landschaftlich reizvoll ist.
In der Regel ist dies ein entspannter Tauchgang für alle Erfahrungsstufen.
- Eagle Rock – 15 bis 30 m
Dieser Offshore-Tauchplatz bietet eine eindrucksvolle Unterwasserlandschaft mit steilen Wänden, die in größere Tiefen abfallen. Besonders bekannt ist Eagle Rock für Adlerrochen, die häufig durch die Strömung gleiten. Auch Riffhaie und große Fischschwärme sind regelmäßig zu sehen.
Der Tauchgang ist für erfahrene Taucher geeignet, die sich bei stärkeren Strömungen wohlfühlen und eine gute Tarierung beherrschen.
- Black Reef – 18 bis 30 m
Black Reef ist ein tiefer gelegener Offshore-Tauchplatz mit dunklen vulkanischen Formationen und farbenfrohen, gesunden Korallen. Der Tauchgang kann sehr lebhaft sein, mit großen Fischschwärmen und vorbeiziehenden pelagischen Arten.
Der Tauchplatz ist für fortgeschrittene bis erfahrene Taucher geeignet, die sich in größeren Tiefen und bei mäßiger bis starker Strömung sicher fühlen.
Süd-Raja-Ampat: Die besten Tauchplätze
Der Süden Raja Ampats verdient besondere Aufmerksamkeit. Misool, die viertgrößte Insel Raja Ampats, liegt im Zentrum dieser Region. Umgeben von Tausenden Kalksteininseln und spektakulären Karstformationen gilt die Gegend als eines der besten Tauchziele der Welt.
Die Gewässer rund um Misool sind für ihre außergewöhnliche Artenvielfalt bekannt. Wissenschaftler zählen die Region zu den Gebieten mit der höchsten Dichte an Meeresleben weltweit.
Ein wichtiger Grund dafür ist das rund 1.220 km² große Meeresschutzgebiet rund um Misool. Es handelt sich um eine vollständig geschützte No-Take-Zone, in der Fischerei und andere Formen der Entnahme verboten sind. Dazu gehören auch Shark Finning, Langleinenfischerei und das Sammeln von Schildkröteneiern. Lokale Rangerteams patrouillieren regelmäßig in dem Gebiet.
Das Ergebnis ist beeindruckend. Seit der Einrichtung des Schutzgebiets im Jahr 2005 haben sich die Bestände vieler Arten deutlich erholt. Heute finden sich hier gesunde Populationen von Haien, Schnappern, Zackenbarschen und anderen mittelgroßen bis großen pelagischen Fischen.
- Wayilbatan – 5 bis 30 m
Wayilbatan gehört zu den spektakulärsten Korallenwänden Misools. Riesige Gorgonien, farbenprächtige Weichkorallen und rote Fächerkorallen bedecken das Riff. In Höhlen und unter Überhängen leben Zackenbarsche, Süßlippen und Büffelkopf-Papageifische. Schwärme von Glasfischen ziehen jagende Makrelen an. Auch Echte Karettschildkröten und Wobbegongs werden häufig gesehen.
Der Tauchgang eignet sich für fortgeschrittene bis erfahrene Taucher. Gelegentlich treten Strömungen auf.
- Fiabacet – 5 bis 30 m
Fiabacet ist ein farbenfrohes Riff mit einer beeindruckenden Vielfalt an Korallen. Dazu gehören Weichkorallen, riesige Gorgonien, Schwarze Korallen, Schwämme und Tubastraea. Schwärme von Füsilieren, Wimpelfischen und Fledermausfischen ziehen Zackenbarsche, Haie und Barrakudas an. Auch Schildkröten, Napoleon-Lippfische und Mobularochen werden regelmäßig gesichtet.
Der Tauchplatz eignet sich für Anfänger bis erfahrene Taucher. Strömungen sind möglich.
- Friendly Canyon – 10 bis 30 m
Friendly Canyon ist einer der bekanntesten Drift Dives Misools. Der Tauchgang führt zwischen hoch aufragenden Kalksteininseln entlang steiler Wände, die mit farbenprächtigen Weichkorallen, Gorgonien und Schwämmen bewachsen sind. Starke Gezeitenströmungen bringen große Fischschwärme, Mobularochen und andere pelagische Arten mit sich. Der Tauchgang endet auf einem geschützten Korallenplateau, wo der Sicherheitsstopp in Ruhe durchgeführt werden kann.
Friendly Canyon ist ein anspruchsvoller Strömungstauchgang für erfahrene Taucher.
- Goa Farondi – 5 bis 30 m
Goa Farondi ist ein spektakulärer Höhlentauchplatz mit farbenfrohen Korallen, steilen Wänden und eindrucksvollen Durchgängen. In den Höhlen leben unter anderem Zwergseepferdchen, Fischschwärme, Fledermausfische, Kardinalbarsche, Garnelen und Krebse. Gelegentlich ziehen auch Mobularochen vorbei.
Der Tauchplatz ist für fortgeschrittene Taucher geeignet und erfordert eine gute Tarierung.
- Jamur Boo – 5 bis 30 m
Jamur Boo ist ein farbenfroher, mit Korallen bewachsener Bergrücken mit riesigen Gorgonien, roten Fächerkorallen und großen Fassschwämmen. Zwischen den Korallen lassen sich Zwergseepferdchen entdecken. Große Schwärme von Füsilieren, Riffbarschen und Sardinen ziehen Makrelen und andere Räuber an. Auch Napoleon-Lippfische, große Zackenbarsche und attraktive Swim-throughs gehören zu den Highlights.
Der Tauchplatz eignet sich für fortgeschrittene Taucher. Die Strömung ist meist schwach bis mäßig.
- Kaleidoscope Ridge – 5 bis 30 m:
Kaleidoscope Ridge ist ein farbenfrohes Riff mit riesigen Gorgonien, Weichkorallen, Peitschengorgonien und Elefantenohrschwämmen. Schwärme von Glasfischen und Füsilieren ziehen Makrelen, Thunfische und Spanische Makrelen an. Auch Schmuck-Geisterpfeifenfische, Napoleon-Lippfische und Mobularochen werden gelegentlich gesichtet.
Der Tauchplatz ist für fortgeschrittene Taucher geeignet. Mäßige Strömungen sind möglich.
- Shadow Reef – 10 bis 30 m
Shadow Reef ist ein lebhafter Bergrücken mit Hart- und Weichkorallen, großen Gorgonien und eindrucksvollen Überhängen. Schwärme von Füsilieren, Wimpelfischen, Schnappern und Süßlippen ziehen Riesenmakrelen, Stachelmakrelen, Straßenkehrer und Graue Riffhaie an. Auch Mantarochen, Gelbschwanz-Barrakudas und junge Weißspitzen-Riffhaie werden regelmäßig gesichtet.
Shadow Reef ist ein anspruchsvoller Tauchplatz für erfahrene Taucher, an dem starke Strömungen auftreten können.
Und dies ist nur eine Auswahl. In Raja Ampat gibt es noch zahlreiche weitere Tauchplätze zu entdecken – und selbst heute werden immer wieder neue Spots erschlossen.
ENDEMISCHE ARTEN IN RAJA AMPAT
Raja Ampat ist die Heimat mehrerer Arten, die für Taucher besonders interessant sind und nur in dieser Region Indonesiens oder im weiteren Gebiet der Bird’s Head Peninsula vorkommen.
- Raja Ampat Walking Shark – Dieser kleine, nachtaktive Bambushai kommt in ganz Raja Ampat vor und ist dafür bekannt, sich mithilfe seiner Flossen über das Riff zu „bewegen“. Die besten Chancen auf eine Sichtung hat man bei Nachttauchgängen.
- Raja Ampat Dottyback – Ein kleiner, farbenfroher Rifffisch, der vor allem in Zentral- und Nord-Raja-Ampat zu finden ist.
- Vogelkop Surgeonfish – Diese Doktorfischart kommt hauptsächlich in Zentral- und Nord-Raja-Ampat vor.
- Bird’s Head Jawfish – Diese Art findet man in Süd-Raja-Ampat, besonders rund um Misool.
- Bird’s Head Dwarfgoby – Eine winzige Grundelart, die man am ehesten in Zentral-Raja-Ampat entdecken kann.
SICHERHEIT BEIM TAUCHEN UND NOTFALLVERSORGUNG
Raja Ampat ist eine abgelegene Region, und bis zur nächsten medizinischen Einrichtung können mehrere Stunden vergehen. Deshalb sollte man einen etablierten Tauchanbieter wählen, der über Notfallsauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung und klare Notfallabläufe verfügt.
Eine umfassende Tauchversicherung, die auch Notfallevakuierungen und Behandlungen in einer Druckkammer abdeckt, ist dringend zu empfehlen.
Druckkammern gibt es in Waisai und Sorong, ihre Verfügbarkeit kann jedoch nicht immer garantiert werden. In manchen Fällen kann eine Evakuierung in eine andere indonesische Stadt notwendig sein. Die nächstgelegenen vollständig ausgestatteten Einrichtungen für hyperbare Medizin befinden sich in Manado. Weitere Druckkammern gibt es unter anderem in Makassar, Bali und Jakarta.
Auch wenn viele Tauchgänge in Raja Ampat relativ flach sind, kann sich bei mehreren Tauchtagen hintereinander dennoch eine erhebliche Stickstoffbelastung aufbauen. Deshalb sollte man immer mit ausreichendem Abstand innerhalb der Nullzeitgrenzen bleiben und die auf dem Tauchcomputer angezeigte Grenze nicht als Ziel betrachten.
PLANUNG EINER TAUCHREISE NACH RAJA AMPAT
Die ideale Raja-Ampat-Reise hängt nicht nur von der Jahreszeit ab. Auch Brevetierung, Anzahl der geloggten Tauchgänge, Erfahrung mit Strömungen, bevorzugte Unterkunft und verfügbare Reisezeit spielen eine wichtige Rolle.
Mit über 40 Jahren Erfahrung in Papua und beim Tauchen in Raja Ampat gehören wir zu den erfahrensten Vermittlern von Liveaboard-Reisen in der Region und arbeiten seit vielen Jahren eng mit bewährten lokalen Anbietern zusammen.
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